Samstag, 28. Januar 2012
MaschinenStopp! - Die Idee
 

Strom sparen in Unternehmensnetzwerken

 

Obwohl seit Jahren verfügbar, fristet Wake-On-Lan immer noch ein Mauerblümchendasein. In vielen Unternehmensnetzen bleiben die Arbeitsplatzrechner für regelmäßige Wartungsnächte trotz reger Diskussion über GreenIT eingeschaltet. Ungestört kann der PC dann die komplette Festplatte auf Viren überprüfen, Hersteller-Patches installieren und mit Software betankt werden. Herunter gefahren wird er meist nicht mehr, so dass er bei Abwesenheit des Anwenders zum Dauerläufer wird. In einigen Firmen leisten die Maschinen aus Wartungsgründen sogar 7x24 Stunden Dienst - zu Lasten des Budgets und der Umwelt.

 

Die „low hanging fruits“ lassen sich auf Clientseite durch konsequentes Ausschalten nicht benötigter Rechner ernten. Die in der c't 25/2009 vorgestellte Skriptsammlung - bestehend aus MaschinenStopp, BedingterRuhezustand und WakeupService - ermöglicht hohe Stromeinsparungen durch zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten der Firmen-PCs mit Windows-Betriebssystemen. Alle Tools zeichnen sich dadurch aus, dass sie kostenlos sind, sehr einfach zu installieren und keinen dedizierten Server benötigen. Die durch die Software erzeugten Implementierungs- und Wartungskosten werden extrem niedrig gehalten, wodurch sich die Stromersparnis finanziell noch stärker auszahlt. Lesen Sie im Artikel "Wake-On-Lan Grundlagen", wie sich Rechner über das Netzwerk aufwecken lassen - auch über Routergrenzen hinweg.

 

Punktgenaues Ein- und Ausschalten der Firmen-PCs

Das VBSkript MaschinenStopp (genau genommen sind es vier Skripte) ermöglicht das zentrale, zeitgesteuerte Ein- und Ausschalten der Firmen-PCs mit Windows-Betriebssystemen. Es basiert auf geplanten Tasks und benötigt keinen dedizierten Server und keine Installation auf den Clients. Als Grundlage wird eine Liste aller Rechner und den dazugehörigen Mac-Adressen benötigt. In größeren Netzen lässt sich die Auflistung problemlos aus Asset-Managementsystemen oder DHCP-Servern exportieren.

Lesen Sie mehr über die MaschinenStopp-Software...

Der PC-Weckdienst für Anwender und Administratoren

Mit WakeupService können ungeduldige Anwender ihre Rechner morgens zeitgesteuert aufwecken lassen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Natürlich lassen sich damit auch die Rechnerflotte der Administratoren oder Server, die nachts nicht gebraucht werden, komfortabel wecken. Die Bedienung ist einfach, liegt vollständig in der Hand des Anwenders und erfordert damit keine Support-Unterstützung. Auf den Clients ist keine lokale Installation notwendig.

Lesen Sie mehr über die WakeupService-Software...

Das Magic Packet über Routergrenzen transportieren

Mac-Adressen, die sich hinter Routern verstecken, sind nicht direkt erreichbar. Beim Aufruf des Weckbefehls muss deshalb die Broadcastadresse des entfernten Netzes mitgegeben werden. Soll ein Rechner aus dem Netz 10.5.0.0 mit der Subnetzmaske 255.255.0.0 geweckt werden, lautet der Befehl wol.exe A4-BE-57-23-7B-C3 10.5.255.255. Die Subnetzmaske kann man in der Konfigurationsdatei MaschinenStopp.cfg mit der Option SubnetMask angeben, z.B. SubnetMask=255.255.0.0. Auch mehrere Masken werden hier akzeptiert.

Lesen Sie mehr über erweiterte WOL-Einstellungen...

Nach Inaktivität in den Ruhezustand fahren - Ausnahmen erwünscht

Die amerikanische Environmental Protection Agency hat im Jahr 2008 festgestellt, dass höchstens zehn Prozent aller Firmen-PCs die Energiesparfunktionen aktiviert haben. Der Grund: Das globale Schlafenlegen der Firmen-PC nach ein bis zwei Stunden Leerlaufdauer kann für Zündstoff sorgen. Netzwerkverbindungen bestimmter Anwendungen werden nach dem Ruhezustand möglicherweise nicht mehr sauber aufgebaut, oder der - wenn auch geringe - Zeitverlust wird vom Anwender nicht akzeptiert.

Lesen Sie mehr über das Tool BedingterRuhezustand...

Die PCs für Wake-On-Lan fit machen

Das Magic Packet besteht aus einer Kennung und 16-mal der Mac-Adresse des Schläfers. Es lässt sich manuell durch das Tool wol.exe erzeugen. Vorraussetzung ist, dass das Mainboard und die Netzwerkkarte APM (Advanced Power Management) oder ACPI (Advanced Configuration and Power Management Interface) unterstützen. Das ist bei allen halbwegs aktuellen PCs der Fall.

Lesen Sie mehr über Wake-On-Lan Grundlagen...